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Season 2017 - 2018  16. - 19.11.2017  16. - 19.11.2017   21. - 26.11.2017  

Kunstlauf - Allgemeine Termine

ISU International Development Project Ostrava, 2. - 7.Mai 2017

TeamSchweiz2Zum vorletzten Mal trafen sich im Mai die TeilnehmerInnen eines von der ISU bereits im Jahr 2014 ins Leben gerufenen internationalen Entwicklungsprojektes für europäische Nachwuchsläufer.

Das „International Development Project“ ist das erste langfristige Projekt der ISU im Bereich Eiskunstlauf. Angesprochen waren vor allem Nationen, deren infrastrukturelle Voraussetzungen nicht so gut und deren Läuferzahlen nicht so hoch sind wie bei den führenden Kunstlaufnationen. Durch strukturiertes und systematisches Training sowie durch den Austausch von neuesten Forschungsergebnissen im Eislauf sollten sich die TeilnehmerInnen bestmöglich entwickeln können.

Die teilnehmenden Läuferinnen und Läufer kommen aus der Schweiz, Österreich, Kroatien, der Tschechischen Republik, Deutschland , Ungarn, Polen, Serbien und der Slowakei. Zum Schweizer Team gehören Raphael Gerber, Yoonmi Lehmann, Noah Bodenstein, Federica Magnifico und die Trainerinnen Jacqueline Kiefer, Mérovée Ephrem und Anastassia Kistler.

TeamSchweiz2

Erika Hüge hat das Schweizer Team bereits bei den ersten sechs Camps als Teamleaderin angeführt und berichtet unten stehend vom siebenten und vorletzten Camp in Ostrava (CZE).

Bericht: Erika Hüge

Der Anlass war einmal mehr ein voller Erfolg und gespickt mit Aktivitäten on und off ice.

Die TeilnehmerInnen aus neun europäischen Nationen waren stark gefordert. Es gab Tage, an denen sie während total fast acht Stunden - mit ein paar kurzen Unterbrüchen - unterwegs waren mit Eislaufen, Athletik, Fitness, Vorbereitung auf einen Wettkampf, Physiotherapie, Theorie usw. Ballett und Ernährung figurierten dieses Mal nicht im Angebot.

Team mit Brian OrserAuch die TrainerInnen waren stark engagiert mit Seminarien und der Betreuung und Unterstützung der LäuferInnen auf dem Eis und in der wunderschönen, vor einem Jahr fertiggestellten Athletikhalle.

Den Unterricht auf dem Eis gestalteten Kori Ade (Trainerin u.a. von Jason Brown in der Nähe von Colorado Springs) und Bryan Orser (Silbermedaillen an den Olympischen Winterspielen 1984 und 1988, Weltmeister 1987). Kori war zudem zuständig für die Athletik, der Fitnesstest wurde von Riina Valto, Sportlehrerin am Vierumaki Training Center (FIN), geleitet.

Höhepunkt dieses Mai-Camps waren zweifellos die "Team Challenge Events" am Freitagabend in der Athletikhalle und am Samstagabend auf dem Eis. Zu diesem Zweck waren bereits letztes Jahr im August vier Teams gebildet worden. Die Namen der jeweiligen Teams, die von den LäuferInnen selber bestimmt werden durften, lauten:

  • Magical Unicorns (mit u.a. Federica Magnifico, Raphael Gerber)
  • Dhallynda Ice Performance (der Name Dhallynda stammt von den jeweiligen Anfangs-buchstaben der Vornamen der LäuferInnen) (mit u.a. Yoonmi Lehmann, Noah Bodenstein)
  • Sparkles
  • Fire Blades

Jedes Team hatte die Aufgabe, einen großen Poster zu kreieren, enthaltend den Namen des Teams, Daten, Zeiten und Ort der beiden Anlässe, Motto des Teams. Die Poster wurden bewertet, und das Team Magical Unicorns belegte mit seiner ausgezeichneten Gestaltung den zweiten Rang.

Mit riesigem Feuereifer gingen die LäuferInnen an den beiden "Team Challenge Events" an die ganz und gar nicht einfachen Aufgaben. Es war herrlich, die Darbietungen mit zu verfolgen und auch irgendwieberührend zu sehen, wie alle ihr Letztes gaben und kämpften, was das Zeug hielt. Die zu bewältigenden Aufgaben waren unter anderem folgende:

Off Ice

  • Lösen diverser Denkaufgaben, so z.B. ISU-Regeln, in verkehrter Reihenfolge aufgelistete Buchstaben ehemaliger LäuferInnen zum korrekten Namen umgestalten und auflisten, wer wann und wo Weltmeister oder Olympiasieger geworden ist, wer bei den Damen den ersten 3A gesprungen hat, wer bei den Herren den ersten 3L gesprungen hat usw.,
  • Hoola Hoop, Gleichgewicht halten auf einem Bein mit nach oben gestreckten Armen, Geschwindigkeits-Rundkurs, Schubkarre, weitere Geschicklichkeitsübungen, Marshmallows - hier mussten die Kinder einen Marshmallow in den Mund schieben und dann "IDP" (= Abkürzung von "International Development Project") sagen, dann einen Zweiten, Dritten usw. Die Aufgabe war beendet, wenn sie das Wort "IDP" nicht mehr von sich geben konnten; bei diesem Wettbewerb war Yoonmi mit ihrer Teamkollegin der absolute "Leader", beide schafften sage und schreibe 11 Marshmallows (ohne sie jedoch kauen zu dürfen!).

On Ice

  • Geschwindigkeits-Rundkurs mit unterschiedlichen Schrittelementen, Sitzpirouette (Anzahl Drehungen), Axel (längste Distanz vom Start zur Landung), Gleichgewicht/Geschwindigkeit, Doppel-Rittberger (Anzahl),  (hier bewältigte Yoonmi sage und schreibe 52 Stück in Serie!!!).

Vorgängig wurden strikt einzuhaltende Regeln aufgestellt und die Resultate nach einem ebenfalls vorgängig ausgeklügelten Punktesystem festgelegt.

Rang 1 und Gewinner "Trophy": Fire Blades mit 390 Punkten

Rang 2 und Gewinner "Gold": Magical Unicorns mit 359 Punkten

Rang 3 und Gewinner "Silver": Dhallynda mit 342 Punkten

Rang 4 und Gewinner "Bronze": Sparkles mit 333 Punkten

TeamSchweizBerücksichtigt man die vielen verschiedenen Aktivitäten, sind die Rangierungen beider Wettkämpfe sehr knapp ausgefallen, mit einem Unterschied von lediglich 57 Punkten zwischen dem 1. und 4. Rang. Es waren einfach alle große Klasse!

Wir freuen uns schon heute auf das leider letzte Camp vom 2. - 6. August 2017. Es wird ein würdiger und toller Abschluss dieses wundervollen Projekts werden mit einem Kürwettkampf unter internationaler / ISU Preisrichterbesetzung.

Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich der International Skating Union und dem Organisator von Ostrava, dieses Camp denjenigen Läufern ermöglicht zu haben, welche die damals aufgestellten Bedingungen vollständig erfüllt hatten. Es war und ist immer noch eine Bereicherung für uns alle .... für die LäuferInnen, TrainerInnen, PreisrichterInnen und für die "Project Manager".

Ich persönlich danke dem SEV, dass ich diese verantwortungsvolle, aber sehr schöne Aufgabe vom Mai 2014 bis zum Ende im August 2017 übernehmen durfte. Es war großartig, die Kinder von Anfang an zu beobachten, zu erleben, zu begleiten und ihren Werdegang und ihre Fortschritte mitzuerleben. Die vier TeilnehmerInnen aus der Schweiz waren vor vier Jahren herzige junge Mädchen und Knaben und haben sich inzwischen zu selbständigen und selbstbewussten jungen Damen und Herren entwickelt, mit ausgezeichneten Sprachkenntnissen in Englisch.

Auch den Trainerinnen gebührt mein riesengroßes Dankeschön, die ohne Wenn und Aber unsere Athleten in dieser intensiven Camp-Zeit begleitet und betreut haben. Ich werde das "Abenteuer Ostrava" niemals vergessen.

Ziel dieses Projektes war u.a. die Förderung kleinerer europäischer Eislaufnationen und diese damit langfristig auf internationalem Niveau konkurrenzfähiger zu machen. Ganz großer Wert wurde dabei auch auf die Weiterbildung der TrainerInnen gelegt. Verbunden damit war die Verpflichtung der entsprechenden Eislauf-Verbände, Seminarien zu organisieren, an welchen die teilnehmenden Trainerinnen ihre Erfahrungen weitergeben werden.

Ich hoffe sehr, dass der SEV diesen Auftrag ernst nimmt und dafür sorgt, dass solche Seminarien in Zukunft stattfinden werden. Von verschiedensten EislauftrainerInnen habe ich erfahren, dass solche Seminarien außerordentlich geschätzt werden würden.

 

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